Die Jägerausbildung hat in Lohr bereits eine lange Tradition.
Seit etwa 50 Jahren werden in Lohr durch den Bayerischen Jagdschutz
und Jägerverbandes - Kreisgruppe Lohr a. Main - Jungjäger
ausgebildet.
Die ersten Ausbildungskurse in Lohr fanden Mitte der 50er Jahre unter
der Leitung von Heinrich Baatz, Helmut Jordan und Erwin Schmidt statt.
Ab 1980 übernahm Siegfried Wegmann 20 Jahre lang die Leitung der
Kurse. und seit 2000 ist Helmut Krebs als Leiter des Jägerkurses
von der unteren Jagdbehörde bestätigt
Die fachlichen Anforderungen stiegen
im Laufe der Jahre sprunghaft
an. Waren früher hauptsächlich die Kenntnisse der jagdbaren
Wildtiere, die Jagdpraxis, die Hundeabführung und das Jagdgesetz
wichtig, so kamen nun die Schießausbildung, Kenntnisse der Wildkrankheiten
und Wildbrethygiene, Naturschutz, Landbau, Waldbau und verstärkt
Jagdrecht und Waffengesetzgebung hinzu.
Heute sind als Mindestanforderung 60 Stunden Fachtheorie und 60 Stunden
Jagdpraxis vorgeschrieben. Um den umfangreichen Lehrstoff aber ausführlich
und praxisnah behandeln zu können, werden in unserem Kurs etwa
350 Stunden Unterricht und Jagdpraxis, im Zeitraum von ca. 6 Monaten
vermittelt. Lehrpläne und Stundenpläne definieren den Inhalt
des Ausbildungsstoffes in jedem Fach.
Auch eine lupenreine Vergangenheit der Jungjäger ist Voraussetzung,
denn zur Prüfung wird nur zugelassen, wer keine Vorstrafen oder
Vergehen aufweist. Zur Anmeldung muss ein polzeiliches Führungszeugnis
vorgelegt werden.
Der Lohrer Jägerkurs hat einen entscheidenden Standortvorteil
- die Bayerische Forstschule / Technikerschule für Waldwirtschaft,
im Volksmund "Forstschule Lohr" genannt. Seit über 30
Jahren gestatten und vermieten uns die jeweiligen Schulleiter, derzeit
ltd. FD Staufer, die Unterrichtsräume und die umfangreiche Lehrsammlung.
Dies ist u.A. Grundlage für einen Unterricht auf hohem Niveau.
Das Einzugsgebiet unserer Teilnehmer erstreckt sich hauptsächlich
vom Landkreis Main-Spessart bis nach Hessen und in die Rhön.
Interessiert?
|